Feuerwache Linden

Feuerwache Linden / SPD will Turm weiter nutzen

Ein klares „Ja“ zur Tradition gibt es von der SPD-Ratsfraktion. Im April soll der Rat entscheiden, wo die Freiwillige Feuerwehr in Linden künftig unterkommt. „Dafür gibt es zwei unterschiedliche Pläne“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Peter Reinirkens. „Wir haben dabei einen deutlichen Favoriten.“

Zwei Varianten legt die Verwaltung zur Abstimmung vor. In beiden Fällen soll an der Lindener Straße 109 ein neues Gebäude entstehen. In einer Variante wird dafür der bisherige Standort, also das denkmalgeschützte Turmgebäude von 1908, aufgegeben. Die andere Variante sieht vor, dass der Neubau kleiner ausfällt. Dafür kauft die Stadt aber das Turmgebäude und die Freiwillige Feuerwehr kann es weiterhin nutzen. Die geschätzten Kosten für den kompletten Neubau betragen 4.115.000 Euro. Soll der Turm weiterhin genutzt werden, sollen sich die Kosten auf 4.127.000 Euro belaufen. Wird der Turm erhalten und weiter von der Feuerwehr genutzt, fallen jährlich Mehrkosten von etwa 5.500 Euro fürs Heizen an, dafür hätte die Feuerwehr aber 113 Quadratmeter mehr Fläche.

 

„Trotz der höheren Kosten wollen wir den Turm erhalten und der Freiwilligen Feuerwehr weiterhin zur Verfügung stellen“, erklärt Peter Reinirkens. „Das hat mehrere Gründe“, so der Fraktionsvorsitzende. „Einer der Gründe ist die Tatsache, dass die meisten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr die Variante mit dem Turmerhalt bevorzugen. Mit dem Turmerhalt wollen wir auch das ehrenamtliche Engagement der Freiwilligen Feuerwehr honorieren“, sagt Peter Reinirkens. „Aber natürlich hat das Gebäude auch eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung und gehört seit mehr als 100 Jahren zum Lindener Stadtbild. Wir haben in Bochum nur noch wenige alte Häuser. Deswegen halte ich es für die richtige Entscheidung, dass die Stadt das Turmgebäude kauft und pflegt.“

Ein Problem bei der Lösung mit dem Erhalt des Turmgebäudes: „Es ist nicht absehbar, ob der Umbau im Turmgebäude zu weiteren Kosten führt, etwa wenn weitere Schadstoffe gefunden werden oder ungeplante Forderungen der Baugenehmigung in Bezug auf Brand- oder Denkmalschutz auf uns zukommen“, so Reinirkens. Eventuell anfallende Mehrkosten will das SPD-Ratsmitglied aber im Blick und im Griff haben. „Es wäre sinnvoll, ein baubegleitendes Gremium einzurichten – mit Mitgliedern aus den Fachausschüssen und der Bezirksvertretung“, so Reinirkens. „Dieses parteiübergreifende Gremium soll regelmäßig informiert werden und über die Kosten wachen.“