Erschließungsstraße am Baufeld Lewackerstraße erhält den Namen Gisela-Piedboeuf-Weg

Bezirksvorsteherin Gisela Piedboeuf. Bild: Stadt Bochum

Sie war eine den Menschen in unserem Stadtbezirk in besonderer Weise zugewandte Lokalpolitikerin. Mit der Einrichtung einer Bürgersprechstunde institutionalisierte die engagierte Sozialdemokratin den Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern und legt den Grundstein für die heute oft geforderte Bürgerbeteiligung. Als erste Bezirksvorsteherin in Bochum hat sie das Gesicht des Bochumer Südwestens entscheidend mit geprägt. Nun wird Gisela Piedboeuf eine besondere Ehre zuteil. Die Bezirksvertretung Südwest beschloss einstimmig, einer neuen Erschließungsstraße am Baufeld Lewackerstraße – unweit der Langenberger Straße, wo die Mutter von vier Kindern mit Ihrem Mann Theo lebte – den Namen Gisela-Piedboeuf-Weg zu geben.

Gisela Piedboeuf (geb. 30.10.1924, gest. 8.07.2007) war nach der kommunalen Neuordnung von 1977 bis 1989 die erste Bezirksvorsteherin des Stadtbezirkes Bochum-Südwest. Sie war damit auch eine der ersten Frauen an der Spitze einer Bezirksvertretung in NRW. Gisela Piedboeuf brachte zahlreiche Projekte auf den Weg, allen voran die Wohnumfeldverbesserungen in den Ortsteilen des Stadtbezirkes. In ihre Amtszeit fiel die Umgestaltung des Ortskerns von Dahlhausen und des Kirchplatzes Liebfrauen Linden. Ebenso wichtig war die Begrünung Weitmaraner Nebenstraßen, die in Zeiten des Klimawandels wichtiger denn je werden.